Texte schreiben

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Jeder kann Texte schreiben. Aber nicht jedem fällt das Formulieren leicht. Und das Ergebnis ist auch nicht immer perfekt. Haben Sie mal versucht, Ihre Gedanken auf Papier zu bringen und haben dann gemerkt, wie schwierig es ist? Dann wissen Sie, was ich meine.

Um gute Texte zu schreiben, braucht es meiner Meinung nach drei Dinge:

angeborenes TALENT (hat leider nicht jeder)

und

viel Wissen (kann man lernen) und Erfahrung  (Geduld, Geduld).

Zum Schreibtalent lässt sich eigentlich nicht viel sagen. Man hat es oder eben nicht. Zumeist merkt man schon in der Schule, ob einem das Texte schreiben Spaß macht, oder ob der nächste Aufsatz eher eine Qual statt Freude ist, ob aus drei Seiten eher dreißig werden. Bei mir waren es immer mehr als dreißig und ich habe meine Mitschüler sicher damals oft genervt (sorry).

Heute weiss ich, dass es nicht auf die Länge ankommt, sondern dass jedes Wort zählt. Als Magazin-Redakteur fiel es mir immer schwerer sinnvoll zu kürzen als neuen Text hinzu zu schreiben, um die Spalte voll zu bekommen.

Wenn man vom Schreiben leben will, ist es notwendig die Struktur eines Textes zu kennen. Das fängt bei einer knackigen und aussagefähigen Überschrift an, geht über den Einstieg bis zum letzten Satz. Man muss mit Wörtern spielen, ein Thema auch zum zehnten Mal neu anpacken können und selbst Freude über einen gelungene Text empfinden.

Wichtig ist es, das “Besondere”, den “Kern” im Text zu finden. Als Redakteur kann man sich zwangsläufig nicht in allen Themen auskennen, schon gar nicht, wenn es um Fachtexte oder komplizierte wissenschaftliche Sachverhalte geht. Aber trotzdem muss man sich in “fast” jedes Gebiet schnell einarbeiten können und die richtige Worte finden, Texte, die der Leser dann auch versteht.

Es macht einen großer Unterschied, ob man einen Text für ein Lifestyle-Magazin oder für den “Deutschen Drucker” schreibt. Ein Web-Text, der mit Keywords gespickt ist, sieht anders aus, als eine Reportage über einen Werksbesuch. Daher ist es wichtig, die besonderen Stilmittel zu kennen und sicher zu beherrschen. Von Rechtschreibung und Grammatik mal ganz abgesehen.

Und mehr Erfahrung bekommt man mit jedem Text, mit jedem Abdruck und mit jeder Veröffentlichung. Man sollte mit Kritik umgehen können und diese positiv in die Arbeit einfliessen lassen. Nach über 30 Jahren als Journalist glaube ich, genügend Erfahrung zu besitzen aber immer noch dazu zu lernen. Täglich!

Ihr Detlef Becker

Posted on Juni 17, 2014 in Wissen

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